Lebenserwartung von Chamäleons
Sie spielen mit dem Gedanken, sich ein oder mehrere Chamäleons anzuschaffen? Chamäleons können recht alt werden. Welches Durchschnittsalter die Tiere erreichen, erfahren Sie hier.
Reptilien zählen grundsätzlich zu jenen Tierarten, die relativ alt werden können. Die gilt auch für Haustiere, die in "Gefangenschaft" leben, vorausgesetzt, sie werden auch artgerecht gehalten. Aus diesem Grunde sollte man sich keineswegs Reptilien - wie beispielsweise Chamäleons - zulegen, wenn man sich nicht über viele Jahre hinweg intensiv um die Tiere kümmern kann.
Welches Durchschnittsalter können Chamäleons erreichen?
Die individuelle Lebenserwartung eines Chamäleons, welches in einem Terrarium gehalten wird, ist von vielerlei Faktoren abhängig. Unter anderem spielen ausreichend UV-Licht, eine artgerechte Ernährung und die richtige Temperatur eine Rolle. Generell lässt sich festhalten, dass Chamäleons bis zu 16 Jahre alt werden können. Das Durchschnittsalter der Haustiere liegt jedoch, je nach Chamäleonart, eher bei 3 bis 8 Jahren.
Lebensdauer verschiedener Chamäleons in Gefangenschaft
- Jemenchamäleons (Chamaeleo calyptratus) haben eine Lebenserwartung von bis 5 bis 8 Jahren
- Pantherchamäleons (Furcifer pardalis) werden etwa 5-6 Jahre alt
- Zwergchamäleons erreichen ein Alter von bis zu 3 Jahren
- Erdchamäleon haben eine Lebenserwartung von bis zu 4 Jahren
Erstaunlicherweise werden Chamäleons in der Natur ebenfalls bis zu 15 Jahre alt, da sie sich sehr gut tarnen können und von ihren Feinden daher kaum gesehen werden. Zudem sind sie hervorragende Klettermeister und können jederzeit auf Bäume und Äste klettern, um sich vor ihren natürlichen Fressfeinden zu schützen.
Was beeinflusst die Lebensdauer von Chamäleons?
Der Grund für das oftmals frühzeitige Ableben der Tiere ist fast schon banal: Chamäleons aus der Zucht sterben meist an Krankheiten, die durch eine falsche Haltung und übermäßige Fütterung verursacht sind. Anders als beim Menschen sieht man z.B. dem Chamäleon eine Leberverfettung nicht an. Aber nicht nur die Ernährung beeinflusst die Lebenserwartung. Hat das Weibchen beispielsweise keinen Nestplatz und fehlt ihm ein Männchen zum Befruchten der Eier, dann fangen die Eier im Körper des Tieres an zu faulen. In den meisten Fällen sterben die Chamäleon-Weibchen aufgrund der sogenannten Legenot innerhalb weniger Tage qualvoll an einer Stoffwechselvergiftung.
Übrigens: Erstaunlicherweise gibt es in der Natur spezielle Kurzzeitchamäleons, welche gerade mal nach zwei Monaten geschlechtsreif sind und bereits mit vier bis fünf Monaten sterben.
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